KassenSicherungsVerordnung 2020 (TSE)

Wichtige Information für unsere Kunden in Deutschland – Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) tritt ab 01.01.2020 in Kraft

Wir möchten Sie informieren, dass ab diesem Zeitpunkt in Deutschland zum Manipulationsschutz die Pflicht besteht, eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) für Registrierkassen einzusetzen.

In Zukunft müssen alle Geschäftsvorfälle und andere Vorgänge einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet in dieser technischen Sicherungseinrichtung (TSE) unveränderbar ausgezeichnet werden (§146a Abs 4 AO). Momentan gibt es im Gegensatz zur österreichischen Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) keine Ausnahmeregelungen – d.h., jeder muss ab 2020 eine Registrierkasse mit einer TSE einsetzen, außer wenn es baulich und technisch nicht möglich ist, eine Kasse entsprechend der neuen Richtlinien an die TSE anzupassen, dort wird eine Übergangsfrist bis Ende 2022 gewährt.

Die Firma Portalum arbeitet aus diesem Grunde erneut mit dem Partner A-Trust zusammen, mit dem die RKSV in Österreich schon erfolgreich umgesetzt wurde. Als österreichischer Marktführer bei Registrierkassen-Zertifikaten konnte A-Trust seit 2017 die Umsetzung der österreichischen Registrierkassenverordnung (RKSV) erfolgreich umsetzen.

Letztendlich wird es zwei verschiedene Möglichkeiten für die TSE geben – eine Variante für Online-Signaturen sowie eine für Offline-Signaturen. Wir beraten Sie hinsichtlich der jeweiligen Einsatzmöglichkeiten und den verschiedenen Modellen gerne!

Zur Umsetzung einer flächendeckenden Aufrüstung elektronischer Aufzeichnungssysteme im Sinne des § 146a AO wird es nicht beanstandet, wenn diese elektronischen Aufzeichnungssysteme längstens bis zum 30. September 2020 noch nicht über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen.

Verfalldatum von Sicherheitseinrichtungen

Die Technischen Sicherheitseinrichtungen haben ein Verfalldatum, das zwischen 3 und 7 Jahren liegt.

Bei erwarteten Anschaffungskosten von ca. € 300 für eine USB/SD Sicherheitseinrichtung stellt dies eine finanzielle Belastung für Betreiber von Registrierkasse dar.

Wenn die Absicherung der Belegdaten nicht durch eine TSE stattfindet, die vor Ort an die Kasse angeschlossen ist (USB, SD Karte), sondern über einen Cloud Service, ist die anfängliche Investition geringer, jedoch fallen monatliche Gebühren für diesen Service an, die über die Laufzeit i.d.R. deutlich höher sind € 300.

Eine Absicherung der Belege über die Cloud ist dann günstiger, wenn die Kasse nur für kürzere Zeiträume, z.B. für Messen oder Veranstaltungen, eingesetzt wird.

Wenn die Absicherung über einen speziellen Drucker erfolgt, weil die Kassenhardware keinen vollwertigen USB oder SD Anschluss hat, dann ist die anfängliche Investition etwas höher, da ein spezielles Druckermodell angeschafft werden muss. Ob eine Absicherung über die Cloud oder über einen speziellen Drucker günstiger ist, hängt von den jeweiligen Preisen ab.

 

Weiterführende Links zum Thema:

BSI: https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/DigitaleGesellschaft/Grundaufzeichnungen/grundaufzeichnungen_node.html

BSI FAQ: https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/DigitaleGesellschaft/Grundaufzeichnungen/FAQ/faq_node.html

DFKA: https://dfka.net/dfka-praktische-umsetzung-der-kassensicherungsverordnung/

Bundesgesetzblatt: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetzesvorhaben/Abteilungen/Abteilung_IV/18_Legislaturperiode/Gesetze_Verordnungen/2016-12-28-Kassenmanipulationsschutzgestz/3-Verkuendetes-Gesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=2